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Januar 2011

Liebe Mitglieder und Freunde,

20 Jahre Lebenshaus im Chiemgau e.V.!

Dr.med.Heinrich Brunner aus Bad Endorf hatte das damals noch junge Lebenshaus Trossingen, Initiator Wilhelm Haller, kennengelernt. Spontan von diesem Konzept überzeugt gewann er Freunde und Gleichgesinnte als „Bauarbeiter“ für ein Lebenshaus im Chiemgau. Geistige Grundlagen, praktisches Vorgehen, Formalien wurden erar- beitet beim Treffen11./12.Jan.1991 in Höslwang.

Willi Haller hielt einen Vortrag im Kath. Bildungswerk Rosenheim. Zur Gründungsversammlung am 16.3.1991 im Gemeinderaum der Ev.Erlöserkirche kamen auf Einladung von A.v.Breitenstein und Dr. Brunner 30 Teilnehmer. 4 Wochen später enthielt die Mitgliederliste schon 60 Namen – dank des unermüdlichen Einsatzes der Gründer! Von Anfang an war unser Verein nicht auf die Trägerschaft für ein Haus fixiert, sondern flexibel in der äußeren Form von „Lebenshaus“. Zunächst hat man bezüglich der Förderung von Häusern und Kernfamilien im Plural gedacht. Die Erfahrung zeigte aber, dass die Kernfamilie dabei der schwierigste Faktor ist. Bis dann „aus heiterem Himmel“ Lösungen kamen: Zunächst 1998 für einige Jahre ein Gästeplatz im Schloß Altenburg, damals im Besitz der Ev. Kirche, betreut von Frank Zeitler.

1999 fanden sie einander: Die Kernfamilie samt großem Bauernhaus mit genügend Räumen und der Verein, der die Räume mietet und mit den Gastgebern auch ideell und organisatorisch zusammenarbeitet. Maximal 3 Gastplätze: Das ist wenig auf den ersten Blick, war aber für die meisten der (bisher über 50) Gäste eine kleine oder große, oft richtungsbestimmende Brücke auf ihrem Lebensweg.

Gästesituation

Eine junge Frau wohnt seit Juni 2010 im Lebenshaus. Sie ist gelernte Töpferin, macht schöne Keramik, kann davon nicht leben. Nach 10 Jahren ungelernter und ungeliebter Erwerbsarbeit Versuch im Kloster, jetzt arbeitslos. Sie findet zunehmend Gefallen an der Landwirtschaft.

Ein Mann (30) war Sept.-Dez. Gast. Er findet nach abgeschl. Studium keine Tätigkeit entspr. seiner Ausbildung. Vorübergehend keine Wohnung. Baut sich selbständige Existenz auf.

Eine Frau (30) nach Auslandsaufenthalt und Beziehungsbruch mittellos, ohne Wohnung, arbeitslos, ratlos, seit Dezember im Lebenshaus. Seit Anfang Dez. wohnt auch ein 13jähriger Junge im Lebenshaus wegen Erkrankung der Mutter (Akutpflege über das Jugendamt). Im Herbst zwei Kurzaufenthalte (2-4 Tage).

In Radio B2 „Notizbuch“ am 10.1.2011 wurde ausführlich aus dem Lebenshaus berichtet.

Eine Zuwendungsbestätigung liegt heuer auf den Wunsch einiger Mitglieder auch für kleinere Beträge mit dem Rundbrief bei.

Zum Inseltag siehe „Aktuelles“. Referent zum Thema ist Pfr.Wackerbarth, Vorstand unseres Vereins. Auch interessierte Nichtmitglieder sind herzlich eingeladen.


Einladung zur Mitgliederversammlung

Am 12.02.2011 14.00 Uhr Kloster Frauenwörth

Tagesordnung 

1      Beschlußfähigkeit, Tagesordnung

2      Bericht aus dem Lebenshaus 

3      Bericht des Vorstandes 

4      Kassenbericht, Kassenprüfungsbericht 

5      Entlastung Vorstand und Kassenverwalter 

6      Wahl des Vorstandes (5 Mitglieder) 

7      Wahl des Vorstandsvorsitzenden 

8      Verschiedenes



Veranstaltungshinweis passend zum Thema:

Armes, reiches Rosenheimer Land (Diakon.Werk)

18.02.2011 9.30-16.00, Bildungswerk Rosenheim

 

 

Lebenshaus im Chiemgau e.V.